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Immer dann, wenn Menschen miteinander interagieren, ist Kommunikation die Basis. Auf dieser Seite möchte ich einen kleinen Überblick über diverse Formate geben, in denen Kommunikation stattfinden kann. Dabei soll berücksichtigt werden, dass Kommunikation verbal und non-verbal, bewusst und unbewusst stattfindet: Gestik, Mimik, Interaktion mit dem Raum ("Bühne") sind ebenso Teil von Kommmunikation, wie Strategie, Sympathie und Durchsetzungsvermögen. Die Weite des Themas und die darin enthaltenen Möglichkeiten - privat, beruflich, gesellschaftlich - sollten uns genügend Motivation sein, um die eigene Kommunikationsfähigkeit stetig zu verbessern.



Wissenschafts-Podcast für ➞ Scientists for Future 🎧 (seit 2025)

Wissenschafts-Podcast für ➞ Scientists or Future Leipzig 🎧 (2020-2025)




Der Vortrag

Vorträge finden in Bühnensituationen statt, und zwar unter besonderen Voraussetzungen: Das Publikum ist meist interessiert, positiv gesinnt und themensicher. Auch die Interaktion mit dem Publikum ist meist außen vor - von der anschließenden Fragerunde einmal abgesehen. Ein Vortrag findet also unter besonderen Sicherheitsaspekten statt, so dass der Fokus weitaus mehr auf den Inhalt und dessen Präsentation gelegt werden kann, als bei einer freien Bühnensituation. Ein Vortrag sollte trotzdem niemals trocken sein.




Die Moderation

Die Moderation ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Es gilt, inhaltliche Freiheiten zuzulassen, ohne den Roten Faden zu verlieren, das Publikum interessiert und das Podium motiviert zu halten. Für die Moderation solltest du ein Skript erstellen, das alle relevanten Infos zu Programm und Personen enthält, die jeweiligen Themenblöcke und die zugehörigen Fragen strukturiert, evtl. markiert, mit genügend Platz für Notizen während der Moderation. Folge dem Roten Faden, sei aber in deiner Gesprächsleitung spontan, flexibel und nur punktuell richtungsgebend. Moderierst du zwischen den Programmpunkten sind u.a. Begrüßung, Überleitung, Präsentation und Bewegung relevant. So oder so ist die Bühnensicherheit in der Moderation elementar.




Ein Interview führen

Diese spezielle Form des Gesprächs erfordert viel Fingerspitzengefühl. Man will sein Gegenüber weder langweilen noch vor den Kopf stoßen, will ihm Raum zur Entfaltung geben und lenkt das Gespräch trotzdem in die Richtung, die vom Interviewer vorgegeben wird. Ohne persönlich oder gar ergeben zu sein, soll eine offene und redefreudige Stimmung erzeugt werden, die letztlich auch sehr kritische Fragephasen beinhaltet. An ein ideales Interview erinnern sich Interviewer, Interviewpartner und das Publikum noch lange zurück - die leuchtenden Augen des Interviewpartners sind hierfür ein untrügliches Zeichen.




Das Kurzinterview

Mit wenigen Fragen (eine gute Zahl ist 3) werden stichpunktartige Eindrücke eingeholt. Kurzinterviews finden oft nebenbei statt, die Fragen können dann während der Vorträge der später interviewten Personen erstellt oder verfeinert werden. Die Fragen sollten schlüssig sein, eine Frage sollte die andere nicht uninteressant oder gar machen, sie können, aber müssen nicht aufeinander aufbauen. Da vor einem Kurzinterview meist wenig Zeit für Absprachen vorhanden ist, solltest du einen guten Einstieg ins Gespräch entwickeln. Dieser Einstieg kann auch eine innere Haltung sein, in der du sympathisch und gesprächsmotivierend agieren kannst.




Ein Interview geben

Die andere Seite ist es, selbst vom Journalismus befragt zu werden. Hierbei existieren diverse Varianten: Vom Interview via Mail, über das Telefon oder den Videocall bis hin zum geplanten oder spontanen Präsenzinterview. Deine Rolle ist ebenfalls flexibel: Bist Du Experte oder Betiligt, bist Du Zeuge oder vertrittst Du eine Gruppe? Grundelegend kann eine Interview-Anfrage nach belieben angenommen oder abgelehnt werden. Als Beispiel ist im Video ein Spontaninterview zu sehen:




Der Image-Film

Eine indirekte Form der Kommunikation ist der Image-Film. Er spricht stellvertretend für ein Unternehmen oder eine Organisation, vermittelt ein "passendes" Bild (z.B. jung, modern, weiblich). Ein Image-Film kann ein besonders gutes Produkt vorstellen, eine gelungene Kampagne, Gesichter des Unternehmens oder auch - wie hier im Beispiel meiner Arbeit für die DGS - einen filmischen Ansatz verfolgen. Elementar ist, dass der Image-Film die gewünschte Botschaft vermittelt, was sowohl direkt wie auch suggestiv geschehen kann.




Die Kontroverse

Kontroverse Debatten sind ein besonders spannendes Feld der Kommunikation. Sei es ein Zweiergespräch, sei es eine harte Verhandlung mehrerer Parteien, sei das Ziel die Klärung von Problemen oder das Durchsetzen von Positionen. Hier besteht immer die Gefahr, die Fairness und Sachlichkeit zu verlassen und in Emotionen, Pauschalisierungen und Totschlagargumentationen abzurutschen. Nichts gegen Emotionen - sie sind ein wichtiger Träger der Überzeugungskraft - nur sollten sie der nüchternen Draufsicht nicht im Wege stehen. Im Streitgespräch sind Grenzgänger-Kompetenzen und kognitive Leistungsfähigkeit gefordert.




Die Analyse

Spannend wird es natürlich bei der Analyse von Kommunikation. Gerade dann, wenn sich suggestive Methoden einschleichen, ist ein fachlicher Blick auf das Gesagte sehr wertvoll. Zu folgender Analyse wurde ich aus medizinischen Kreisen gebeten, um einer internen Debatte im Fahrwasser der Manipulationsversuche der sogenannten Querdenker wieder etwas mehr Sachlichkeit zu verleihen. Dass diese Analyse spontan und unter Zeitdruck entstanden ist, macht die spontane Nutzung kommunikativen Handwerkszeugs besonders anschaulich.




Das pikante Thema

Gespräche zu pikanten Themen sollten möglichst natürlich und ohne große Nervosität geführt werden. Hierzu ist eine gewisse Vertrautheit mit Thema und Setting relevant, so kann das Publikum an diese Stimmung anlehnen und findet einen einfacheren Zugang zum Thema. Auch das Setting kann gut für das Herausarbeiten von Stimmungen und - besonders wertvoll - Lebenswelten genutzt werden. Am Ende sind auch die meisten pikanten Themen einfach nur Themen, die unser menschliches Sein betreffen.




Das gute Gespräch

Hier noch ein paar Worte zu einer scheinbaren Selbstverständlichkeit: Der lockeren Runde ohne Hierarchie. Unter Freunden funktioniert das automatisch, da man sich kennt und schätzt. Ein informelles Gespräch dieser Art setzt aber einiges voraus. Zu nennen sind hier die Rücksichtnahme auf die Gesprächsanteile, eine aufmerksame Grundhaltung und die Tatsache, dass man sich ohne moderierende Führung ein Stück weit instinktiv dem Gesprächsverlauf hingeben muss. Alle Beteiligten sollten die ihnen wichtigen Aspekte einbringen können, die zeitlichen Gesprächsanteile müssen also nicht zwingend gleich verteilt sein.



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